Busan, unsere erste Großstadt in Asien, empfängt uns mit strahlendem Wetter. Ideal für eine Besichtigungstour. Los geht's mit einem Tempel, dessen Götter über den Hafen und die Schiffe der Fischer wachen.
Nächste Station ist ein Ehrenmal der UN für die während der UN-Mission für Südkorea gefallenen Soldaten. Das einzige der Welt übrigens, sehr großzügig gestaltet, insbesondere angesichts der sonstigen Enge in dieser von Bergen umgebenen Großstadt. Und dennoch bedrückend in der Erinnerung an den vorherigen Abend, als unsere Gastkünstlerin ihre Hommage an Marlene Dietrich mit dem Lied "Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben ... Sag mir wo die Gräber sind, ..." beendete.
Von der Gedenkstätte geht es weiter in das angesagte Szeneviertel BIFF. Hier führt der Versuch, original koreanisches Streetfood zu genießen, zu einem Minidesaster. Auf Anraten einer befragten Einheimischen, die der Meinung war, die gewählten Grillrippchen wären zu scharf, wir sollten lieber ein bestimmtes Fleischgericht wählen, bestellten wir dieses. Nun ja, wer es mag. Der anschliessend noch besuchte Fischmarkt weckt ebenfalls nur bedingt Kaufgelüste.
Für diese Genusskatastrophe entschädigt uns dann die letzte Station des Tages, das Künstlerdorf Gamcheon. Ein aus einer Fremdarbeitersiedlung entstandenes Viertel, in dem jedes Haus mindestens ein Fenster mit unverbaubarem Blick auf das Tal und zur Sonne hat. Wir genießen einen wirklich köstlichen Milchkaffee und kaufen bezaubernde handgemalte Souvenirs.
Der Eindruck, der bleibt, ist der einer geschäftigen, modernen, sehr sauberen Stadt. Die ihre Traditionen pflegt und das Trauma Koreakrieg aufgrunde des nur 280 km nördlich gelegenen Nachbarn immer noch nicht überwunden hat. Architektonisch eher unspektakulär und pragmatisch. Und einer sehr freundlichen, hilfsbereiten Bevölkerung. Hier noch ein paar Impressionen.


































































Kommentar schreiben