Colón ist der östliche, atlantikseitige Zugang zum Panamakanal. Neben einer der größten Freihandelszonen der Welt, wo im Grunde jeder nach Gründung einer Firma und einer Einlage von 5.000.000$ ungestört seinen Geschäften nachgehen kann, bietet die Stadt hauptsächlich eine Mischung aus historischer (verfallender) afroamerikanischer Kultur und moderner (prosperierender) Strassenkriminalität.
Daher folgten wir den Ratschlägen des Kapitätns und verzichteten auf Alleingänge in die Stadt.
Stattdessen ging es mit dem Bus und einem tollen deutschen Tourguide nach kurzer Stadtbesichtigung zuerst zu den alten (voll funktionsfähigen) Dämmen und Schleusen des Panamakanals. Zeitlich so perfekt orchestriert, dass wir an jeder der Anlagen die Schleusung riesiger Containerschiffe beobachten konnten. Beeindruckend, mit welch zentimetergenauen Präzision die jahrhundertalte Technologie auch heute noch funktioniert. Dies gilt vor allem für die Mulis, auf beiden Seiten der Schleusen verkehrende Schlepplokomotiven, die mit Winden und Trossen ein Tausendfaches des eigenen Gewichts in der Spur halten.
Nach dem technischen kam der kulturelle Teil der Tour, die Altstadt von Panama. Geschickt verbunden durch die Präsentation der unverwechselbaren Skyline des modernen Panamas von der gegenüberliegenden Seite der Bucht.
Karsten, unser Guide, wußte zu jedem der historischen Gebäude etwas zu erzählen, was einem letztlich einen guten Überblick über den kulturellen Hintergrund Panamas gab. Insbesondere das Scheitern der zuerst als Heilsbringer gefeierten französischen Kanalbaugesellschaft an den Widrigkeiten der Natur, insbesondere durch Mücken verursachtes Gelbfieber und permanenten Erdrutschen, sowie Fehlplanung verbunden mit einer bis nach Paris reichenden Korruption, prägten den Beginn des letzten Jahrhunderts.
Symbolisch dafür stehen (bzw. sitzen) könnten die Geier auf dem stolzen gallischen Hahn, der den zu Ehren Frankreichs errichteten Obelisk krönt.
Nach einer für alle Interessen passenden Empfehlung der in der Umgebung befindlichen Möglichkeiten für Lunch und Shopping, originale Panamahüte und Empanadas inklusive, wurden wir in zwei Stunden Freizeit entlassen. Die wir dann, Dank eines ortstypischen, tropischen Gewitters, in einem Imbiss wartend verbrachten. Immerhin gab es Empanadas und Bier.




























































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