· 

Boston

Boston zeigt sich uns von seiner sonnigsten Seite, so kann es weitergehen..

Das Einlaufen in den Hafen von Boston geriet aufgrund des in der direkten Nachbarschaft gelegenen Airports und daraus resultierenden Überflügen knapp über den Mastspitzen zu einem echten Spektakel. 

Überflieger.. Wellenwalzer im Atlantik

Dank der von unserer Crew perfekt organisierten Identitätsüberprüfung durch die US-Behörden konnten wir am gleichen Abend noch von Bord gehen und die Stadt unsicher machen. Unser Grüppchen ließ sich zuerst zum historischen (über 200 Jahre alten) Quincy Market kutschieren, wo wir uns ausgiebig den unzähligen Shops und Fresschenständen widmeten.

Anschliessend ging es dann weiter nach Little Italy, wo wir uns in einer Eckkneipe (mäßig) und einer neu eröffneten Bar (phantastisch) amüsierten.

Zu erwähnen wäre noch unser Heimweg, der Dank der Uber-Buchung einer im wahrsten Sinne des Wortes sehr entgegen kommenden Thekenkraft zu einem kleinen Abenteuer geriet. Der als Ziel ausgewählte Absetzpunkt erwieß sich als, nun, sagen wir etwas ungenau. So dass wir zwischen toten Ratten und frischem Beton durch mitternächtliche Hafenanlagen irrten. Um an einem vor Stunden noch offenen, nun aber abgesperrten Gittertor zu stranden. Die Diva schon in Sicht- und Rufweite. Die auf uns aufmerksam gewordene Massport Police hatte glücklicherweise einen passenden Schlüssel dabei. Und die Güte, uns nach einer ordentlichen Standpauke im Blitzen der Blaulichter durchzulassen. 

Es sind eben die Kleinigkeiten, die nächtliche Ausflüge so erinnerungswürdig machen.

Zweiter Tag in Boston. Wir laufen nach einer abenteuerlichen Busfahrt durch den Untergrund der Stadt und ein paar Stationen mit der U-Bahn den historischen Freedom-Tail ab, einen vier Kilometer langen Wanderweg, der die wichtigsten Orte der Geschichte Boston's verbindet. Hier zeigt sich erneut das ausgeprägte Geschichts- und Nationalbewußtsein der Amerikaner. Nicht religiös motivierte Gebäude, sondern ihr Stolz auf die erkämpfte Unabhängigkeit und die über Jahrhunderte bewahrte Demokratie dominieren das Stadtbild. Heutzutage allerdings wortwörtlich in den Schatten gestellt von den gläsern glitzernden Mammutbäumen des Kapitalismus.

Die wunden Füsse ausgeruht in einem trubeligen Cafe in Little Italy mit dem wohl besten Espresso Boston's ging es dann langsam zu Ende. Nein, nicht mit uns, wie man vermuten könnte, sondern mit unserem sehr interessanten Ausflug. Retour wieder mit der U-Bahn und dem U-Bus. Bei dessen Benutzung eine Vorreservierung auf einem der zahlreichen Friedhöfe vielleicht doch ratsam wäre.

U-Bus.. Wellenwalzer im Atlantik

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Sylvia Jaeger Tinas Fusspflege (Sonntag, 23 November 2025 16:58)

    Ihr Lieben, wie schön, dass ich aus der Heimat mit Euch reisen kann. Hier hat es heute auch kurz den ersten Schnee gegeben und die Weihnachtsdeko zieht ein. Weiterhin eine schöne Reise. Liebe Grüße Sylvia