Ob es hilft, die Perspektive zu wechseln, den Standpunkt zu verändern, seine Sichtweise anzupassen?
Oh weh und ach, welch Ungemach! Da kommt noch was dazu: Pillen und Pülverchen, Cremes mit Kollagen, große Flaschen, kleine Tuben, kaum zu überschaun. Wie schön war das in Jugendzeiten, ein Rucksack reichte, was ist seitdem passiert? Sei's drum, gut zu wissen, wo im Freundeskreis noch große Koffer stehn.
Mit der in langen Jahren
eingeübten Fertigkeit
steht am Ende das Gepäck
zur Abholung doch bereit.
Nicht zwei, nicht drei
hoch lebe die geteilte Zahl
Fünf für zwei
lautet unsere Wahl.
Auch Tina hat schon zwei gefüllt, geschlossen, etikettiert. Ein dritter harrt der letzten Dinge, die sich immer finden. Und wenn wider Erwarten doch noch eine Lücke bleibt? Ein weiteres Paar Sandalen steht bereit, die Reise anzutreten. Nur Paul mault rum an seiner Wand, wie immer muss er bleiben.
Vier Tage noch, dann sind wir unterwegs.
Zuerst nach Hamburg, wo der Dampfer ablegt. Schon mal etwas Seeluft schnuppern und die Welt im Miniatur Wunderland in klein bestaunen. Abends auf der Reeperbahn das Lotterleben einstudieren. Ab dann wird nur noch selbst gekocht, wenn wir für den Kurs extra bezahlen, selbst geputzt nur Nase und Zähne.
Die Welt und die Menschen in ihrer Vielfalt, Buntheit, Heiterkeit erkundet.
Damit wir hinterher sagen können
"Ich packe nach einer langen Reise um die Welt meinen Koffer aus und nehme heraus … stille Gedankenschätze, den Duft von Salz in der Luft, ein Lächeln aus fremden Ländern und Geschichten, deren Seiten vom Wind getragen werden. Kleine Dinge, die Heimat in den Rändern der Erinnerung halten, und Bilder, die weiterreisen, auch wenn der Koffer leer ist.."


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Gabi (Mittwoch, 05 November 2025 06:52)
Wunderbar geschrieben:-) Gute Reise und liebe Grüße von Gabi ;-)